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Kurpark kommt ohne Steuermittel aus Drucken E-Mail
Geschrieben von: PNP Passau   
Dienstag, den 03. November 2009 um 09:47 Uhr

Erholungsflächenverein hat seit 2005 rund 55 000 Euro für die Anlage aufgebracht

Lalling. Die Jahreshauptversammlung des Erholungsflächenvereins war mit 17 Teilnehmern schlecht besucht. Vorsitzender und Bürgermeister Josef Streicher machte aus seiner Enttäuschung keinen Hehl. Nur ein einziger Vermieter war Gast der Versammlung. Vor allem von den Vermietern würde sich der Vorsitzende ein größeres Engagement für den Kurpark wünschen, der in großem Maße zur Attraktivität des Lallinger Winkels beitrage und damit einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Wirtschaftskraft in der Region leiste.
In seinem Rechenschaftsbericht konnte Streicher Positives berichten. Seit 2005 hat der Verein über 55 000 Euro für Anlegung und Unterhalt des Kurparks an die Gemeinde Lalling überwiesen. Allein aus den Überschüssen der beiden Feste fließen heuer 5700 Euro in die Gemeindekasse. Die Mitglieder sowie die Bauhöfe der VG-Gemeinden tragen durch mehrere Arbeitseinsätze zur Kostenminderung bei. Auch die Einnahmesituation der Gemeinde gestaltet sich heuer wieder günstig. Aus Spenden, Kurparkführungen und Parkgebühren konnten 12 000 Euro vereinnahmt werden. Damit können auch heuer alle Ausgaben für den Kurpark bestritten werden. Erneut gelingt es, den Unterhalt ohne Steuermittel zu finanzieren. Der Kurpark wird von der Rechtsaufsicht ab heuer als kostenrechnende Einrichtung angesehen. Überschüsse eines Jahres können dadurch als Rücklage angelegt und bei Bedarf zur Finanzierung von Ausgaben verwendet werden.
Um so mehr ärgern den Lallinger Gemeindechef offenbar nicht aus der Welt zu schaffende Gerüchte in der Bevölkerung, die gemeindliche Investitionstätigkeit sei wegen der hohen Ausgaben für den Kurpark nachhaltig beeinträchtigt. Dabei habe die Gemeinde mit dem Kurpark eine Anlage geschaffen, um die sie weitum beneidet wird.
Ein großes Problem seien an Badetagen die zahlreichen Falschparker entlang der Gemeindestraße nach Euschertsfurth, die vielfach völlig uneinsichtig seien. Die Gemeinde muss gegen die Falschparker vorgehen, damit die Straße ohne Behinderung befahren werden kann und auch für landwirtschaftliche Fahrzeuge passierbar bleibe. Immer wieder werde auch behauptet, die Verwarnungsgelder fließen in den Kurparkunterhalt. Auch dies sei völlig falsch, stellte der Vereinschef fest. Das Geld fließe in die Staatskasse.
Besonderer Dank gebühre den Kurparkführern, die durch ihren Einsatz wesentlich zum Bekanntheitsgrad der Anlage beitragen. Der Vorsitzende ließ durchblicken, dass für ihren Einsatz ein besserer Anreiz gefunden werden soll. Die Gemeinde sucht händeringend nach Kurparkfreunden, die sich als Kurparkführer ausbilden lassen.
Zugestimmt hat die Versammlung einem Antrag der Gemeinde Grattersdorf auf eine einmalige Bezuschussung des Skulpturengartens Hatzenberg. Die Kultureinrichtung erhält eine Förderung von 2000 Euro, verteilt auf die Jahre 2009 und 2010.